Ja spinn ich denn?

Hahnenfuß-Scherenbiene Osmia florisomnis Springspinne Königskerze Verbascum
Hahnenfuß-Scherenbiene (Osmia florisomnis) im Natur-Solarium

Wildbienen sind beliebt und in vielen Fällen, besonders bei der Gruppe der Spinnen geht diese Liebe durch den Magen. Spinnen werden gerne zusammen mit den Insekten in einen systematischen Topf geworfen, eine Tatsache die beiden Gruppen graue Haare bereitet.

 

Eigentlich sind die Unterschiede eindeutig und kaum zu übersehen:

Spinnen

 

  • Beine: 8 Stück
  • Körper: Zweigegliedert (Kopfbrust, Hinterleib)
  • Hinterleib: Dünnhäutiger, ungegliederter Sack
  • Fühler: Nicht vorhanden
  • Flügel: Nicht vorhanden
  • Spinnwarzen am Hinterleib: 2-3 Paar

Insekten

 

  • Beine: 6 Stück
  • Körper: Dreiigegliedert (Kopf, Brust, Hinterleib)
  • Hinterleib: Deutlich segmentiert
  • Fühler: 1 Paar
  • Flügel: 2 Paar (bei Fliegen und Mücken ist ein Paar reduziert = Zweiflügler)
  • Spinnwarzen am Hinterleib: Keine

Die Vierfleck-Zartspinne (Anyphaena accentuata) stellt keine Gefahr für die Wildbienen dar. Sie geht nur nachts auf Beutefang, in dieser Zeit sitzen die meisten Wildbienen gut geschützt in ihren Niströhren.  Die Familie der Zartspinne ist in Mitteleuropa nur mit 2 Arten vertreten.

Vierfleck-Zartspinne Anyphaena accentuata
Vierfleck-Zartspinne Anyphaena accentuata
Vierfleck-Zartspinne (Anyphaena accentuata)

Die zur Familie der Kugelspinnen gehörende Gewächshausspinne (Parasteatoda tepidariorum = Achaearanea tepidariorum) wurde vermutlich mit exotischen Pflanzenarten eingeführt und kam ursprünglich nur in Gewächshäusern vor. Inzwischen ist sie weit verbreitet.

 Gewächshausspinne Parasteatoda tepidariorum = Achaearanea tepidariorum Hahnenfuß-Scherenbiene Osmia florisomnis
Gewächshausspinne (Parasteatoda tepidariorum = Achaearanea tepidariorum) mit Hahnenfuß-Scherenbiene (Osmia florisomnis)
 Gewächshausspinne Parasteatoda tepidariorum = Achaearanea tepidariorum Hahnenfuß-Scherenbiene Osmia florisomnis
Gewächshausspinne (Parasteatoda tepidariorum = Achaearanea tepidariorum) mit Hahnenfuß-Scherenbiene (Osmia florisomnis

Hahnenfuß-Scherenbiene Osmia florisomnis
Hahnenfuß-Scherenbiene (Osmia florisomnis) im Originalzustand

Die frisch geschlüpften Jungspinnen der Gartenkreuzspinne (Aranaeus diadematus) verbringen im Frühjahr noch einige Tage in einem Gemeinschaftsgespinst. Bei jeder Störung lassen sich die Jungspinnen an einem Sicherungsfaden fallen und der Klumpen löst sich in Dutzende von Einzelspinnen auf, die sich nach Beendigung der Störung erneut versammeln. Bald löst sich dieser Spinnenkindergarten komplett auf und jede Spinne webt ihr erstes, winziges Radnetz.

Jungspinnen Gartenkreuzspinne Aranaeus diadematus
Jungspinnen der Gartenkreuzspinne (Aranaeus diadematus)
Jungspinnen Gartenkreuzspinne Aranaeus diadematus
Jungspinnen der Gartenkreuzspinne (Aranaeus diadematus) nach Störung

Kommentar schreiben

Kommentare: 0