Naturschutzgebiet Geltinger Birk

Die Kartoffelrose (Rosa rugosa) ist ein gefürchteter, invasiver Neophyt im Dünenbereich
Die Kartoffelrose (Rosa rugosa) ist ein gefürchteter, invasiver Neophyt im Dünenbereich

Naturschutzgebiet Geltinger Birk


Mit 773 Hektar ist dieses Naturschutzgebiet am Ausgang der Flensburger Förde das größte in Schleswig-Holstein. 270 Vogelarten werden dort im Verlauf eines Jahres angetroffen, 70 brüten auch dort. Wichtiges Fortpflanzungs- und Nahrungsgebiet für Schmetterlinge.

Hornklee mit Lungenbeschwerden auf Kur
Hornklee mit Lungenbeschwerden auf Kur
Der Echte Meerkohl (Crambe maritima) wird als Wildgemüse gesammelt. Aufgrund seiner hohen Salztoleranz besitzt er kaum Konkurenz
Der Echte Meerkohl (Crambe maritima) wird als Wildgemüse gesammelt. Aufgrund seiner hohen Salztoleranz besitzt er kaum Konkurenz

Hornklee (Lotus corniculatus) in ungewohnter Umgebung
Hornklee (Lotus corniculatus) in ungewohnter Umgebung
Rien ne vas plus! Rosa rugosa als dominante  Monokultur
Rien ne vas plus! Rosa rugosa als dominante Monokultur


Rosa rugosa, ein invasiver Neophyt

Umfangreiche Informationen zu Neophyten findet ihr in dieser Facebook-Gruppe

 

Das ursprüngliche Verbreitungsareal der Kartoffelrose (Rosa rugosa) liegt in Ostasien. Zusammen mit anderen Arten bildet sie dort im Dünenbereich einen Gebüschsaum, der dann im Lauf der Sukzession schrittweise in einen Dünenwald übergeht.

Mithilfe von unterirdischen Ausläufern breitete sie sich rasch und effektiv aus, dass Endstadium können dann hektargroße Monokulturen sein. Samen und Früchte werden durch Vögel oder die Strömung verbreitet. Doch ihre hohe Salztoleranz sind die Samen dieser Art auch nach längerem Aufenthalt im Salzwasser noch keimfähig. Ihre Bekämpfung ist aufwendig, kostenintensiv und häufig nicht von Erfolg gekrönt, meist gelingt es nur die Bestände etwas aufzulockern.

Durch die starke Beschattung des Untergrunds werden vor allem lichtbedürftige Arten komplett verdrängt, dadurch kommt es zu einer starken Verarmung der typischen Dünenflora.

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